Archive for December, 2009

Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Friday, December 11th, 2009

Ein Gesetz, das zur Beschleunigung des Wachstums dienen soll? Merkwürdig: Was ist denn eigentlich dieses “Wachstum”?

Nur ein paar kurze Gedanken von einem Informatiker zu diesem Thema: Wirtschaftswachstum bedeutet ein Steigen des Bruttoinlandsprodukts. Also der Wert aller Produkte und Dienstleistungen in einem Land innerhalb eines Jahres. Schaut man sich die Werte seit 1950, so ist ein stetiges Wachstum festzustellen.

Nahezu gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitslosen seit 1960 stetig an. Und der Langzeittrend scheint weiterhin nach oben zu zeigen. Ich bin ja nun Informatiker und kein Betriebswirt. Dennoch scheint mir doch ein Zusammenhang zwischen steigendem Wirtschaftswachstum und steigender Arbeitslosigkeit zu sein.

Offensichtlich sorgen hohe Wachstumsraten nicht zwingend für Beschäftigung. Wie auch: Wachstum erzeugt man durch höhere Produktivität in Branchen, in denen oft klassisch viele Menschen arbeiten. Die Angestellten sind der hohe Kostenfaktor, besonders in Branchen der Industrie, die viele Menschen beschäftigen. Will man also höhere Produktivität, wird man nicht neue Menschen einstellen sondern eher dafür sorgen, dass man die Produktivität durch Automatisierung steigert.

Das erklärt dann auch, warum viele Unternehmen trotz Gewinnen tausende von Menschen entlassen: Aus wirtschaftlicher Sicht brauchen sie diese nicht, denn durch optimierte Prozesse und bessere Technik werden weniger Menschen für einen Produktivitätszuwachs und dadurch letztlich für Wachstum benötigt.

Und nun sollen wir also ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz bekommen: Im großen und ganzen sollen Unternehmen und Bürger durch Steuerentlastungen für ein höheres Wachstum sorgen. Für die Bürger bedeutet das, dass mehr konsumiert werden kann, was wieder in höhren Einnahmen für Unternehmen resultiert. Für diese werden neben den Steuerersparnissen also auf einmal Gelder frei, die sie zur Produktivitätssteigerung verwenden können. Somit könnten z.B. Werke modernisiert oder neu gebaut werden, um kosteneffizienter Produkte herzustellen. Höhere Effizienz und Produktivität bei weniger Angestellten. Sprich: Es liegt also nahe, dass ein solches Gesetz für ein schönes, kurzfristiges Wachstum sorgt auf Kosten von mehr Arbeitslosen; zumindest langfristig. Welchen Sinn hat also dieses Gesetz für unsere Gesellschaft, das am Ende auch keine Antwort auf langfristige Trends ist? Klingt für mich nach Augenwischerei.

Komisch. Brauchen wir vielleicht andere Konzepte um einer Wirtschaft und Gesellschaft gerecht zu werden, in der es immer weniger bezahlte Arbeitsstellen gibt? Denn durch unserern Fortschritt und unser Wissen haben wir es ja erst soweit gebracht, dass wir jetzt eben nicht mehr alle arbeiten können. Denn war es nicht ein Ziel, durch bessere Technik dafür zu sorgen, dass sich Menschen nicht mehr durch körperliche Arbeit plagen müssen? Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, umzudenken und auf Basis dessen, was wir erreicht haben und mit all den Erfolgen der letzten Jahrzehnte im Gepäck für Beschäftigung zu sorgen. Kreative Potentiale gibt es genug, Arbeit auch. Nur sorgt sie nicht immer für ein Einkommen. Könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen eine realistische Möglichkeit sein, den immer mehr wegbröckelnden Arbeitsplätzen im produzierenden und verarbeitenen Gewerbe entgegenzusteuern und auf der anderen Seite kreative und soziale, künstlerische und ehrenamtliche Tätigkeiten, die alle wichtig sind, aufzuwerten? Denn wie gesagt: Arbeit gibt es genug. nur nicht jede wird bezahlt.

Ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz klingt da nach “wir halten an alten Strukturen fest, komme, was wolle”. Arbeit wird es nicht schaffen, Wachstum wohl. Sozusagen ein Schmerzmittel statt Langzeittherapie.
Vielleicht wird es langsam wirklich Zeit für einen großen “Reformwurf” auf der Grundlage dessen, was wir haben: Einen wohlhabenen Staat, hervorragende Bildung und eine soziale Gesellschaft. Ideen zu Konzepten über das bedingungslose Grundeinkommen, einer großen Steuerreform auf Basis einer Konsumsteuer und mehr politischer Partizipation könnten vielleicht eine Antwort sein. Das erfordert allerdings Mut zu mehr Demokratie, offenem Denken und “Freigeist”.Sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft.

Wie gesagt: Ich bin Informatiker. Vielleicht hat ein Wirtschaftler eine andere Sicht auf die Dinge?

Dell, Ubuntu und Skype.

Monday, December 7th, 2009

Skype und Linux ist so eine Sache: Nachdem seit einigen Releases nun auch Video verfügbar ist, gibt es immer wieder Probleme mit dem Pulseaudio Sound Server. Zumindest auf meinem Dell Studio 1537 Notebook. Bald gibts nen Mac. Baaald….

Bis dahin: Mein Kampf mit Pulse ging heute in eine zweite Runde. Ubuntu 9.10 wollte nach einem Upgrade von 9.04 mein Mikrophon nicht mehr. Dass mein internes Mikrophon nicht geht mit Pulse, hab ich fast schon geschluckt. Aber mein externes hätte ich schon gerne. Diesmal habe ich mit (technischem) K.O. gewonnen. Technisch deshalb, weil immerhin mein externes Mikrophon nun wieder funktioniert, das interne aber immernoch nicht. Nun ja, sei es drum. Vielleicht hat einer von Euch ja die Lösung.

Hier nun die minimale Einstellung, die man treffen muss, um das Mikrophone zum Laufen zu bringen.

In einer Konsole den alsamixer starten.

alsamixer

Kurz noch “F4″ gedrückt, um in die Capture Einstellungen zu gelangen. Was bei mir gefehlt hat, war die Einstellung “Capture” im Mic Mixer. Diese lässt sich mit Space toggeln. Selbiges muss für eine (oder beide) der Capture Items gemacht werden und schon klappts auch mit Skype.

alsamixer

Skype selbst muss sowohl für die Einstellungen des Microphone als auch Speakers auf PulseAudio gestellt sein. Schnell noch ein Testanruf zur netten Dame von Skype und, juhu, es geht.

screenshot-options

Bing Maps und Google Maps.

Friday, December 4th, 2009

Gestern habe ich zum ersten Mal die Maps Application von Bing ausprobiert. Gegenüber Google Maps bietet Bing eine weitere Perspektive, die zumindest in vielen Ballungsräumen bereits verfügbar ist. Das “Bird’s eye”. Diese Perspektive ist ein echter Gewinn gegenüber der reinen Draufsicht, gibt sie doch viel mehr über die Umgebung des jeweils gesuchten Ortes preis und erlaubt einen Blick auf das Gesicht eines Viertels, wie hier in New York:

Bird's eye View

Leider dauert das Nachladen von Bildern (sowohl in der Aerial View als auch in der Bird’s View) sehr viel länger als bei Google. Dadurch gestaltet sich das Navigieren durch die Karte als nervig; das kann Google immernoch besser.Bing verliert sogar die Verbindung zum Server am laufenden Band oder braucht sehr lange (bis ewig) um fehlende Bilder zu laden:

Verbindung zum Server geht nicht...

Auch bei der Suche nach Points of Interest ist Google weit brauchbarer: Auch Bing kennt wichtige Orte jenseits von Straßennamen. Aber als ich heute wegen einer Meldung in der Tagesschau schauen wollte, wo genau das Schanzenviertel in Hamburg liegt, gab mir Bing keinerlei Auskunft und schickte mich zu einer Globalansicht aus Hamburg wohingegen Google mich immerhin in die richtige Gegend verwies und ich aufgrund der Brancheneinträge schnell das gesuchte Viertel lokalisieren konnte.

Alles in allem ist also Google doch noch wesentlich brauch- und benutzbarer, auch wenn mein kleiner Schnelltest hier keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit stellen will. Bis jedoch Microsoft mit seinem Derivat an den Nutzen von Google herankommt, wird es noch dauern. Da nutzt auch leider eine schicke Bird’s View nicht.

iPhone Apps Top 5(+X).

Wednesday, December 2nd, 2009

Paul hat in seinem Blog seine Top 5 iPhone Apps präsentiert, die da wären: Twitterific, Facebook, Flickit, Follow-My-Way und Last.fm.

Da ich nicht so gerne laufe, auch keinen pro Flickr-Account habe und last.fm nur sporadisch nutze, zusätzlich hier noch ein paar meiner Favoriten:

WordPress:
Direktes bloggen und Kommentare verwalten via iPhone
Skype:
Zumindest für zu Hause und an Hotspots wirklich brauchbar
Qype Radar:
Unverzichtbar für die schnelle Restaurant- oder Ladensuche
ZugInfo:
Fahrplan der deutschen Bahn

Darüber hinaus:

OffMaps:
Caching von Karten für die Navigation im Ausland (wenn man auf die hohen Datengebühren aber nicht auf seine Kartenapp verzichten will)
Shazam:
Zum schnellen feststellen, welches Lied da eigentlich gerade läuft.
Torch:
Die gute alte Taschenlampe. Hat schon gute Dienste geleistet.

Creating PDFs under Wine.

Tuesday, December 1st, 2009

This morning I needed to create a PDF file under wine on my Ubuntu machine. Nothing easier than that: You will need to install cups-pdf.

sudo apt-get install cups-pdf

This will automatically install a “virtual” printer which is selectable in the print dialog of all windows applications installed under wine. After printing, the PDF may be found in a folder PDF directly under your home directory.