Struktur im Kopf mit meinem Life Canvas

Oft habe ich mich geärgert, wenn ich bspw. in einem Podcast spannende Gedanken hörte, mich aber nach ein paar Stunden nur noch daran erinnern konnte, dass da wohl was war, aber keine Ahnung, was es wohl gewesen ist. Mit meinem “Life Canvas” habe ich einen Weg gefunden, mich hier besser zu strukturieren.

Mein Kurzzeitgedächtnis und ich mögen uns nicht besonders. Ich vergesse Dinge, die ich mir nicht aufschreibe, in wahnsinnig kurzer Zeit. Deshalb organisiere ich die Aufgaben in meinem Berufs- und Privatleben schon lange über ein Board in Trello.

Die Methode zum Aufgabenmanagement hat sich über die Zeit für mich entwickelt und ist mittlerweile viel mehr als nur ein reines ToDo-Tool mit drei Spalten. Die habe ich immer zwar noch, allerdings kam durch die intensive Nutzung im Alltag, dass mein Board meine wichtigste Denkstütze geworden ist.

Nach und nach merkte ich durch die Nutzung, wie wertvoll das Aufschreiben von Gedanken für mich ist und wie es mein kreatives Arbeiten positiv beeinflusst. So wurde mein Board immer mehr zu einem Gedankenmagnet – ein Ort, in dem alles landet, über das ich am Tag so stolpere und was sich “wertvoll anfühlt.”

Es hat sich ein simples Canvas entwickelt – ich habe das ganz groß mein Life Canvas getauft. Hier sammle ich Ideen, Gedanken, Zitate, Bilder, Links und organisiere meine Aufgaben.

Wie gesagt – ich nutze dafür Trello. Das ist für mich die einfachste Variante (bisher). Es gibt natürlich auch viele ander Tools (wer in der Microsoft Welt unterwegs ist, hat vielleicht schon mit Planner gearbeitet). Dabei ist die Trello-App auf dem iPhone mein wichtigster Begleiter. Während ich spannende Podcasts höre oder in Meetings sitze, habe ich oft Trello geöffnet und erfasse meine Gedanken und Aufgaben sofort.

Das Canvas-Set-Up

Ich bilde mein Canvas über simple Spalten in Trello ab:

  • 3 Spalten Aufgaben-Management
  • 1 Spalte für “mein Mindset”
  • 1 Spalte “Food for Thought”
  • 2 Spalten für Themen, die mich gerade interessieren

Wie ich die Spalten nutze, lest ihr im Folgenden.

Aufgabenmanagement

Die ersten drei Spalten sind meine Organisation von Aufgaben. Hier habe ich klassisch die Spalten ToDo (meine heißt “Might do”), “In Progress” und “Done”. Da ich es gerne simpel habe, reicht mir dies vollkommen aus. Da sich in meinem Board private wie berufliche Aufgaben mischen, halte ich die Aufgaben mit Labels auseinander und markiere meine privaten Aufgaben in grün.

Die Aufgaben werden priorisiert – die wichtigste steht immer oben.

Die Mindset-Spalte

Die vierte Spalte habe ich Mindset-Spalte genannt. Und das ist meine Lieblingsspalte: Hier landen Impulse, Gedanken, Zitate, Links und Bilder, in denen ich mich wiederfinde oder die ich gerne in mein Handeln integrieren möchte. Aus Podcasts, Blogs, Büchern, Gesprächen und Artikeln landete hier ein bunter Strauß von wertvollen Impulsen. Diese Spalte scanne ich 1X pro Woche, meist am Montagmorgen. Ich empfinde es als sehr inspirierend, was da so alles zusammenkommt! Früher waren so viele Gedanken sehr flüchtig, heute halte ich sie fest und kann sie immer wieder hervorholen und über die Zeit meine Haltung “schärfen” und bewusst leben.

Food for Thought

Spalte Nummer fünf ist die Inspirations-Spalte. Hier landen alle Impulse zu Büchern oder Artikeln, die ich lesen möchte oder Menschen, von denen ich mehr erfahren möchte. Dies können Links sein zu Blog Artikeln, PDFs, Websites, manchmal auch nur Namen von Autoren oder Buchtitel. Kurz alles, wo ich drin weiterstöbern möchte, landet hier und wird regelmäßig gescannt.

Themenspalten

Ich habe mir ein Limit gesetzt von Themen, mit denen ich mich intensiver beschäftige. So gibt es derzeit zwei Spalten, die Gedanken, Bilder, Links, Screenshots, Memes, Ideen und Fragen beinhalten, die mir zu einem Thema einfallen. Eine kunterbunte Wand von Impulsen. Manche der Karten auf dem Board sind schon ToDos, die dann irgendwann auch im Aufgabenmanagement landen. Aktuell sind meine Themenspalten “Coaching” (Methodensammlung, Kommunikationsskills, ….) und “My Morning” (meine Morgenroutine mit Ideen für mehr Achtsamkeit).

Hauptsache simpel

Diese ersten 5 Spalten, die ich auch täglich nutze, passen auf dem Desktop noch genau auf einen Screen meines MacBooks und ich habe sie somit immer im Blick. Eine Weile hatte ich kein WiP-Limit was meine Themenspalten betraf und ich habe den Überblick über die Themen und Ideen verloren. Mit zwei Themenspalten fahre ich persönlich sehr gut.

Ich mag simple Tools mit wenig Chichi. Je einfacher zu handeln, je weniger Gedanken ich mir machen muss umso mehr Nutzen ziehe ich daraus. Mit dem beschriebenen Set-Up fahre ich für mich derzeit sehr gut.

Es ist natürlich nur meine ganz persönliche Art, meine Gedanken mit meinem Canvas zu sortieren. Was tut ihr so? Freue mich über eure Ideen und Tools!

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