Posts Tagged ‘Ireland’

Wies im Buche steht.

Sunday, August 31st, 2008

Grüne Wiesen, Seen, Schafe, Meer, Guinness. Das sind die wahrscheinlich häufigsten Stichwörter, die zu Irland genannt werden. Was den Westen der Insel betrifft, ist das auch vollkommen zutreffend. Je weiter man in Richtung Westport kommt, desto einsamer wird die Gegend. Würden die Schafe hier einen Aufstand machen, hätten sie gute Chancen, ihren eigenen kleinen Staat zu gründen- so wenige Menschen sieht man hier. Zum Glück sind die meisten Schafe hier einfach nur ziemlich dumm. Alle Weiden sind in irgendeiner Form umzäunt. Dennoch schaffen diese liebenswürdigen kleinen Tiere es irgendwie, auf die andere Seite des Zauns zur Straße zur gelangen- den Weg zurück kennen sie aber nicht. Deshalb geraten die kleinen Wollknäule auch immer ziemlich in Panik, wenn man mit seinem Auto eine Straße entlangfährt, an welcher sie gerade grasen. Das Gute ist, normalerweise rennen sie nicht auf der Straße herum, sondern lungern am Wegesrand. Da ist das Gras auch einfach besser.

However, letzte Woche ging es erneut auf einen kleinen Trip in den wunderschönen Westen der Insel und wir verbrachten ein Wochenende im Cottage. Nach einem kleinen Trip entlang des Lough Mask Drives und zum Lough Nafooey am Freitag, hatten wir einen gemütlichen Abend am Kaminfeuer. Am Samstag ging es nach Roundstone, direkt an der Atlantikküste. Dies ist ein kleiner Ort mit guten Fischrestaurants und einem schönen winzigen Hafen. Hier gibt es ein Musikgeschäft, was die typisch irischen Trommeln – die Bodhrans – herstellt. Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich gelernt, wie man dieses Instrument spielt. Muss noch ein bisschen üben und mir vor allem eins kaufen. Über die Kylemore Abbey (ein altes Schloss, dann Kloster und heute Internat) ging es dann zurück zum Cottage. Sonntags stand eine kleine Wanderung zum Ashfordcastle in Cong auf dem Programm, am Ufer des Kale Corrib entlang. Alle Bilder sind am Freitag und Sonntag entstanden. Der Samstag war schlicht der verregnetste Sommertag, den ich je in meinem Leben hatte.

Grüne Wiesen, Berge und Meer.

Monday, August 11th, 2008

Über die unglaubliche Qualität des Hochsommers dieses Jahres habe ich bereits berichtet. An diesem Wochenende erreichte das Wetter seinen vorläufigen traurigen Höhepunkt: Es regnte 76mm an einem Tag in Dublin. Absoluter Rekord, das gab es seit Wetteraufzeichnungsbeginn noch nicht. Das hatte zur Folge, dass die Nationalgarde die Feuerwehr beim Abpumpen des Wassers aus den Kellern und Straßen helfen musste, 24 Stunden später immernoch die Stadt an einem Verkehrschaos litt, viele Straßen unterspült und Keller vollgelaufen waren.

Ich hatte Glück: Mir blieb das ganze Grauen nämlich erspart, da ich mich auf einem Trip durch den Norden und Westen der Insel befand, um ein paar weiße Flecken auf meiner persönlichen Irlandbesuchskarte zu füllen.

Zu dritt fuhren wir an diesem Wochenende von Dublin nach Ballycastle in Nordirland, weiter über den Giant’s Causeway und (London)derry nach Donegal zu Malin’s Head, dem nördlichsten Punkt Irlands, weiter quer durch Donegal zu Slieve Leagne mit seinen 600m hohen Steilklippen am Atlantik und über Donegal Town zurück nach Dublin.

Alles in allem eine gut 600km lange Reise in zwei Tagen, die sich aber außerordentlich lohnte. Der Norden und Nordwesten der Insel zählt ohne Zweifel zu den schönsten Flecken Irlands. Einsamste Strände, einmalige Klippen, einzigartige Vulkansteingebilde und abgelegene Dörfer prägen hier das Bild.

Unser erster Stop am Freitagabend, nach ca. 3 Stunden Autofahrt, war Ballycastle. Nach dem Einzug in unser B&B besuchten wir noch das Pub Mac Donnell’s. Ein urgemütliches Pub, mit irischer Musik, vielen Menschen und eindeutig besseren Preisen als in Dublin: Das Guinness kostet rund 2,50 Pfund, bei einem Umrechnungskurs von 1,30 EUR sehr günstig.

Die Nordküste ist durch den Causway Costal Drive (oder so ähnlich) wunderschön zu befahren. Die Küstenstraße führt vorbei am Giant’s Causeway und anderen Sehenswürdigkeiten des Nordens. Der Giant’s Causeway ist eine einmalige Landschaft aus Basaltsäulen, die aus dem Meer zu kommen scheinen. Es gibt sogar eine kleine Sage rund um einen irischen und schottischen Riesen, welche sich einen kleinen Kampf liefern wollten, welchen der irische Riese aufgrund der Flucht des Schotten allerdings vorzeitig gewann.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Carrick a Rede, ein ehemaliger Platz der Lachsfischer. Von einer Hängebrücke aus, die in ca. 20m Höhe über die Klippen auf eine kleine Insel führt, konnten wir bei gutem Wetter sogar die schottische Küste sehen.

Zu erwähnen in dieser Gegend sind vor allem die Buchten mit den unglaublich schönen Stränden. Diese Strände mit ihrem glasklaren Wasser zählen sicher zu den allerschönsten Europas. Allerdings- und das ist sicher der Grund, weshalb es noch keinen Pauschaltourismus gibt- ist es unglaublich kalt. In einer Wette um ein Guinness bin ich natürlich in die Fluten gesprungen, die ca. 15 Grad haben. Gefühlt war es so, als müsste ich ein kreisrundes Loch in das Eis des Atlantiks schlagen, um endlich schwimmen zu können. Kurzum: Ich habe noch nie in kälterem Wasser gebadet. Selbst der Wind am Strand war danach angenehm warm, obwohl selbst der mir vor meinem Badegang Gänsehaut bereitete. Dennoch: Zu empfehlen ist es allemal. Danach ist man unglaublich wach.

Hinter Derry (oder Londonderry, wie es die Briten nennen) geht dann zur nördlichsten Ecke Irlands, nach Malin’s Head. Eine so einsame Gegend habe ich in Irland noch nicht gesehen. Hier gibt es winzige Straßen, Dörfer, die aus 4 Häusern bestehen, Berge mit tollem Weitblick und mehr Schafe und Kühe als Menschen. In Carndonagh fanden wir ein nettes B&B und sogar eine deutsch sprechende Bedienung im The Persian Bar, in welcher es am Abend noch Livemusik gab.

Spektakulär wurde es dann am Sonntag, als wir in den Westen Donegals zu Slieve League fuhren. Hier fallen 600m hohe Klippen steil ins Meer herab. Das Klima hier ist sehr rauh und atlantisch. Der Weg zu den Klippen führt über eine 2m breite Straße- links Meer in 300m Tiefe, rechts der Fels. Abenteuerlich. Nach einem kurzen Fußmarsch eröffnet sich ein toller Panoramablick Richtung Amerika zur einen Seite und Irland auf der anderen. Sehr zu empfehlen.

Die Rückfahrt nach Dublin dauerte sehr lange. Auch, wenn es nur 250km sind: Die Straßen sind sehr eng und klein, man braucht viel Geduld. Der Trip lohnt sich aber allemal, nächstes Mal werde ich sicherlich länger in Donegal bleiben. Bilder bei Picasa.

Global Warming.

Friday, July 25th, 2008

Spöttische Irlandbesucher behaupten, der Unterschied zwischen Sommer und Winter läge in der Temperatur des Regens. Im Sommer sei der eben warm und im Winter kühl. In diesem Jahr mögen diese Wetterspezialisten durchaus Recht haben- nach einem tollen Frühling und Sonne zwischen April und Mitte Juni befinden wir uns nun in einer Schlechtwetterphase. Der Wetterbericht sagt jeden Tag das gleiche voraus und er hat immer Recht, auch, wenn seine Vorhersagen etwas zu allgemein daher kommen: Ein wenig Sonne und Regen, Wolken auch und Wind gibts sowieso. Damit liegt man derzeit immer richtig. Dass sich der irische Wetterdienst damit natürlich auch klammheimlich aus der Verantwortung stiehlt, soll nicht weiter stören. Das Wetter ist hier durchaus aber nicht immer so. In diesem Jahr meckern die Iren darüber genauso wie die Touristen, die Dublin bevölkern.

Ein wenig höhere Temperaturen und Sonne würden diesem Land sehr gut tun: Die Stimmung der Menschen würde sich schlagartig verbessern, in den Pubs könnte man draußen sitzen und der Strand wäre auch ohne Winterjacke und Windschutz begehbar. Die Aussichten, diesen Zustand zu erreichen, sind gar nicht so schlecht- denn wir haben ja den Klimawandel! Der könnte wirklich zu meinem guten Freund und Irlands Wetter-Retter werden: Wir brauchen höhere Temperaturen. Vielleicht sollten wir, statt peinlich genau auf den möglichst niedrigen Energieverbrauch aller Verbrauchsgeräte zu achten, das genaue Gegenteil tun, damit die Sommer in Irland ein wenig sommerlicher werden. Während ich das schreibe (es ist 15:00h und hell), brennt mein Licht, ich habe die Heizung aus Protest angeschaltet und die Kühlschranktür offen gelassen. Mein kleiner Beitrag zum höheren Energieverbrauch und folglich schöneren Sommern in Irland.

Vielleicht macht der eine oder andere ja noch mit und im nächsten Jahr werden auch die Iren einmal mit 28 Grad im Schatten belohnt. Waste energy! Now! :-)

We’ll call you back.

Sunday, July 6th, 2008

Irland ist das Geburtsland der Billigfliegerei. Zumindest in Europa. Kein Wunder: Ryanair ist eine irische Airline, deren Chef es schon in jungen Jahren gelernt hat, die Preise in seinen Kiosken der Nachfrage anzupassen: Damals verkaufte er Batterien für geplagte Eltern an Weihnachten viel teurer als an sonstigen Tagen, weil diese die kleinen Energieträger zur Beruhigung ihrer Kinder benötigten, die ja nun mit neuen batteriegetriebenen Spielsachen beschenkt wurden. Heute verkauft er Flüge nach dem gleichen Prinzip- und das sehr erfolgreich.

Billiger Staat

Im Zuge der Verbilligung blieb der staatlichen Airline “Aer Lingus” nichts anderes übrig, als ihre Preise nach unten zu korrigieren, genau wie den Service auch: Hier kosten Gepäck, Zeitung und Getränke nun auch extra. 8 Euro bezahlt  man für einen Koffer. Solange dieser ankommt, ist auch alles in bester Ordnung.

Leider hat genau das letzte Woche nicht geklappt. Der 20:00h Aer Linugs Flug aus Frankfurt hatte über eine Stunde verspätung, weshalb ich das Halbfinale Spanien – Russland komplett im Empfangsbereich des Dubliner Flughafens schauen konnte. Eine interessante Erfahrung: Der einzige konstante Punkt in diesen über 90 Minuten war ich- alle anderen Teilnehmer dieses Public Viewings waren nur temporäre  Gäste, die alle 2-5 Minuten wechselten.

Mehr als nur ein kleiner Fehler

Nach Schlusspfiff war die Maschine dann auch endlich gelandet, aber Gabi ließ lange auf sich warten. Warum, stellte sich nach 45 Minuten heraus. Ihr Koffer war nicht mitgekommen.

Es stellte sich heraus, dass sie keinen Baggage Tag auf ihrem Ticket hatte. Offensichtlich hatte eine mehr oder weniger unfähige Check-In Mitarbeiterin in Frankfurt vergessen, einen Aufkleber an ihren Koffergriff zu kleben. Eine Kleinigkeit, die große Auswirkungen hat und neben viel Geld auch viele viele Nerven kostet. Dummerweise enthielt die Tasche auch keinerlei Identitätshinweis. Aer Lingus, machtlos und verständnisvoll, ließ Gabi ein Formular ausfüllen und verwies auf einem ausgehändigten Vordruck auf eine Hotline, welche man ab dem nächsten Nachmittag anrufen könne.

Um 23:30h ging es dann in die Stadt – mit einem höchst unguten Gefühl im Bauch.

Hilf dir selbst

Der nächste Morgen kam schnell und ich rief bei der netten Hotline der Aer Lingus an – 25 Cent pro Minute. Man bekommt sein Gepäck verloren und zahlt für jede der 8 Minuten in der Warteschlange 25 Cent Gebühren, nur um dann von einem Mitarbeiter zu erfahren, dass die Tasche noch nicht da ist und Aer Lingus auch keinerlei Ahnung hat, wo sich diese aufhält: “We apologise and call you back.” Böse Tasche. Einfach so zu verschwinden; ich hatte eigentlich immer den Eindruck, dass sie sich ganz wohlfühlt.

Zum Glück war Gabis Flug ja kein Transferflug, sie stieg auf dem langen Weg durch Europa nicht um. Somit blieb nur eine Möglichkeit: Ist die Tasche nicht in Irland, wird sie wohl in Frankfurt sein.

Also: Griff zum Telefon. Die Mitarbeiter in Frankfurt stellten sich ab diesem Moment leider als höchst unfähig heraus. Bei meinem ersten Anruf fragte ich, ob eine Tasche wissentlich liegengeblieben wäre vom vorabendlichen Flug der Aer Lingus. Ich wurde höchst unfreundlich abgewiesen, “wissen Sie, wie viele Taschen liegen bleiben; das weiß ich doch jetzt nicht”. Eine Stunde später rief ich nochmal an, um eine Beschreibung der Tasche durchzugeben. Es war die gleiche Frau am Telefon, wie zuvor. Komischerweise war sie sofort in der Lage, innerhalb von 20 Sekunden festzustellen, dass tatsächlich eine passende Tasche liegen geblieben war. Die Freude war groß, wir arrangierten, dass die Tasche mit dem nächsten Flug nach Irland geschickt werden solle. Perfekt eingefädelt, ohne Aer Lingus.

Wie gewonnen, so zerronnen

Wer sich fragt, was man ohne Tasche macht, bekommt nun eine Antwort: Shoppen. Gabi hatte ja nun keinerlei Kleidung, wenigstens befand sich ein großer Teil ihres Kulturbeutels bei mir in Irland. Wir verbrachten also den Vormittag des Freitags in der Stadt, da wir abends Karten für Riverdance im Gaity Theatre in Dublin hatten und man dort schlecht mit Jeans und Turnschuhen auftauchen kann. Die Abendgaderobe lag ja immernoch schluchzend in Gabis Tasche.

Am Nachmittag rief mich die Dame der Fraport noch einmal zurück und bestätigte mir mit Freude, dass die Tasche auf den Flug gebucht werde und ich einen Anruf bekäme am nächsten Morgen, damit sie uns  zugestellt werden könne.

Der Samstagmorgen begann mit ungeuldigem Warten auf einen Anruf der Aer Lingus; schließlich war der Flug ja nun schon seit über 12 Stunden gelandet. Um 12 Uhr griff ich erneut zum Handy  und rief die 25 Cent Nummer an. Das Ergebnis war erstaunlich: “Ja, die Tasche sollte auf den Flug gehen. Aber hier kam keine an. We’ll call you back.” Frust. Anruf in Frankfurt: Ja, “ich hab hier einen grünen Punkt auf dem Bildschirm. Die Tasche hat Frankfurt gestern Abend verlassen”. Unglaublich: Offensichtlich hatte sie jemand aus dem Flugzeug geworfen. Anders kann ichs mir nicht erklären.

Den Samstag verbrachten wir in Greystones, eine süße kleine Stadt südlich von Dublin. Man fährt mit der Bahn direkt am Meer entlang, angeblich eine der schönsten Zugstrecken in Europa (Info für Bahnenthusiasten).

Ein unerwarter Rückruf

Auf dem Rückweg nach Dublin rief ich erneut bei meiner Lieblingshotline an und beschwerte mich, diesmal ein wenig bestimmter. Mein Gesprächspartner schien mich auch zu verstehen und sagte “ja, ist ärgerlich, wenn einem etwas versprochen wird, was nicht gehalten wird, bla bla, ich rufe mal in Frankfurt an … I’ll call you back.” Genau. Er ruft zurück- wie alle anderen. Also: Wieder shoppen, Sachen für den nächsten Tag. Bis mein Handy klingelte: Der Mitarbeiter vom letzten Gespräch war dran. Am liebsten hätte ich es jedem Passanten in der Fußgängerzone gesagt, in der ich mich befand: “Aer Lingus ist dran! Aer Lingus ist dran! Unglaublich, sie haben doch noch einen Funken Anstand!”

Er sagte dann: “Good news, Frankfurt hat bestätigt, dass die Tasche noch dort ist, sie geht heute Abend raus. Ich bestätige das nochmal und rufe nochmal zurück.” Dass er nie zurückrief, bleibt hier nicht unerwähnt. Aber immerhin: Frankfurt hat die Tasche.

Hurra?

Dennoch: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Viel besser in diesem Fall. Offensichtlich sprechen Frankfurt und Dublin nämlich unterschiedliche Sprachen am Telefon. Um sicher zu gehen, dass die Frankfurter Mitarbeiter diesmal wirklich ihrer Arbeit nach gehen und die Tasche verschicken, rief ich erneut in Frankfurt an.

“Wie: Irland sagt, die Tasche wäre noch hier? Sie ist nicht hier! Das haben wir denen auch am Telefon gesagt!” Ist das zu fassen? Am liebsten wäre ich durch die Leitung gesprungen und hätte die ganze Abteilung unter einem Haufen Koffer begraben. Das Aer Lingus Call Centre hatte schon geschlossen, es war also nichts zu machen, außer selbst in Dublin am Flughafen nachzuschauen, ob die Tasche da ist. Wir also in den Bus gestiegen und zum Flughafen, die Räume der Aer Lingus mit verlorenem Gepäck sind aber wirklich so klein, dass man dort keine Tasche übersehen kann. Offensichtlich war die Tasche also tatsächlich nicht in Dublin und die Schuldigen an der Misere saßen in Frankfurt.

Ruhiger Sonntag

Der Sonntag war dann einfach nur ruhig: Ich wollte einfach nicht nochmal mit den beiden Parteien telefonieren und mich im Kreis drehen, sondern einfach nur abwarten, was passiert. Unglaublich, wie man irgendwann resigniert bei so viel Service.

Am Montag klingelte mittags um eins tatsächlich mein Handy! Aer Lingus war dran! “Very good news, ihre Tasche ist heute morgen in Dublin angekommen! Sie wird heute oder morgen noch ausgeliefert.” Danke Frankfurt! Wahrscheinlich habt Ihr Euch riesig für Gabi ins Zeug gelegt und die ganze Gepäckhalle des Flughafens durchsucht nach der Tasche und ein Freudenfest ihr zu Ehren abgehalten, nachdem sie gefunden wurde.

Am Montagabend, 24 Stunden vor Gabis Abflug nach Deutschland, kam dann endlich die Tasche an.

Kosten der Aktion: 176324 Nerven, gefühlte 2 Jahre Lebenszeit, 30 Euro Telefonkosten, ca. 5 Stunden Zeit, plus alle Klamottenkosten. Danke, Fraport, für das nicht Aufkleben eines Baggage Tags und das erneute Verlieren der Tasche einen Tag später. Nicht schlecht: an zwei Tagen ein und dieselbe Tasche zweimal zu verlieren.

Sweinstaigör.

Friday, June 20th, 2008

Deutschland ist im Halbfinale. Und das ist auch gut so. Man ist hier- trotz der Teilnahme fast aller in Irland lebenden Minderheiten (ausgenommen China) – recht alleine, wenn es um die EM geht. Dennoch scheinen die Iren sich zu freuen, wenn Deutschland gewinnt. Wenn man nach einem Spiel im schwarzrotgoldenen Trikot das Pub verlässt, wird man immer von freundlichen Iren nach dem Ergebnis gefragt und die Daumen gehen sofort nach oben und werden mit einem “well done” zum Ausdruck der irischen Fussballbegeisterung.

Mein Chef, der eher auf Tennis steht und alle Wimbeldonsieger seit 20 Jahren aufsagen kann, kennt nur einen deutschen Spieler und niemand spricht dessen Namen so schön aus, wie er das tut: Sweinstaigör ist sein Favorit und als ich ihm erzählte, dass der auch noch ein Tor geschossen hat im gestrigen Viertelfinale, war er doch recht amused.

Wer wissen will, wie Deutsche hier so im Pub feiern, der klicke sich durch meine Bilder. Die sind gestern Abend im Sinnott’s entstanden, unserem WM-Pub. Superviele Deutsche da. Fast wie im Stadion. Zu erwähnen ist auch: Noch ist uns auch der Support meiner anwesenden italienischen Kollegen sicher. Noch…. Joe, aus England, ist sehr für Deutschland. Kein Wunder, seine Landsleute haben sich ja nicht mal qualifiziert. Vielleicht ist er auch nur wegen seiner deutschen Freundin ein wenig “fremdpatriotisch”. Cheers.