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	<title>le-matt. &#187; Ireland</title>
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	<description>news from the world (the real one and the virtual)</description>
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		<title>Wies im Buche steht.</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 07:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>

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		<description><![CDATA[Grüne Wiesen, Seen, Schafe, Meer, Guinness. Das sind die wahrscheinlich häufigsten Stichwörter, die zu Irland genannt werden. Was den Westen der Insel betrifft, ist das auch vollkommen zutreffend. Je weiter man in Richtung Westport kommt, desto einsamer wird die Gegend. Würden die Schafe hier einen Aufstand machen, hätten sie gute Chancen, ihren eigenen kleinen Staat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grüne Wiesen, Seen, Schafe, Meer, Guinness. Das sind die wahrscheinlich häufigsten Stichwörter, die zu Irland genannt werden. Was den Westen der Insel betrifft, ist das auch vollkommen zutreffend. Je weiter man in Richtung Westport kommt, desto einsamer wird die Gegend. Würden die Schafe hier einen Aufstand machen, hätten sie gute Chancen, ihren eigenen kleinen Staat zu gründen- so wenige Menschen sieht man hier. Zum Glück sind die meisten Schafe hier einfach nur ziemlich dumm. Alle Weiden sind in irgendeiner Form umzäunt. Dennoch schaffen diese liebenswürdigen kleinen Tiere es irgendwie, auf die andere Seite des Zauns zur Straße zur gelangen- den Weg zurück kennen sie aber nicht. Deshalb geraten die kleinen Wollknäule auch immer ziemlich in Panik, wenn man mit seinem Auto eine Straße entlangfährt, an welcher sie gerade grasen. Das Gute ist, normalerweise rennen sie nicht auf der Straße herum, sondern lungern am Wegesrand. Da ist das Gras auch einfach besser.</p>
<p>However, letzte Woche ging es erneut <a href="http://picasaweb.google.com/matthias.c.mueller/CountyMayoGalwayConnemara" target="_blank">auf einen kleinen Trip in den wunderschönen Westen</a> der Insel und wir verbrachten ein Wochenende im Cottage. Nach einem kleinen Trip entlang des Lough Mask Drives und zum Lough Nafooey am Freitag, hatten wir einen gemütlichen Abend am Kaminfeuer. Am Samstag ging es nach Roundstone, direkt an der Atlantikküste. Dies ist ein kleiner Ort mit guten Fischrestaurants und einem schönen winzigen Hafen. Hier gibt es ein Musikgeschäft, was die typisch irischen Trommeln &#8211; die Bodhrans &#8211; herstellt. Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich gelernt, wie man dieses Instrument spielt. Muss noch ein bisschen üben und mir vor allem eins kaufen. Über die Kylemore Abbey (ein altes Schloss, dann Kloster und heute Internat) ging es dann zurück zum Cottage. Sonntags stand eine kleine Wanderung zum Ashfordcastle in Cong auf dem Programm, am Ufer des Kale Corrib entlang. Alle Bilder sind am Freitag und Sonntag entstanden. Der Samstag war schlicht der verregnetste Sommertag, den ich je in meinem Leben hatte.</p>
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		<title>Grüne Wiesen, Berge und Meer.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 19:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>
		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die unglaubliche Qualität des Hochsommers dieses Jahres habe ich bereits berichtet. An diesem Wochenende erreichte das Wetter seinen vorläufigen traurigen Höhepunkt: Es regnte 76mm an einem Tag in Dublin. Absoluter Rekord, das gab es seit Wetteraufzeichnungsbeginn noch nicht. Das hatte zur Folge, dass die Nationalgarde die Feuerwehr beim Abpumpen des Wassers aus den Kellern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die unglaubliche Qualität des Hochsommers dieses Jahres habe ich bereits berichtet. An diesem Wochenende erreichte das Wetter seinen vorläufigen traurigen Höhepunkt: Es regnte 76mm an einem Tag in Dublin. Absoluter Rekord, das gab es seit Wetteraufzeichnungsbeginn noch nicht. Das hatte zur Folge, dass die Nationalgarde die Feuerwehr beim Abpumpen des Wassers aus den Kellern und Straßen helfen musste, 24 Stunden später immernoch die Stadt an einem Verkehrschaos litt, viele Straßen unterspült und Keller vollgelaufen waren.</p>
<p>Ich hatte Glück: Mir blieb das ganze Grauen nämlich erspart, da ich mich auf einem Trip durch den <a href="http://picasaweb.google.com/matthias.c.mueller/NordirlandUndDonegal" target="_blank" title="Fotos hier">Norden und Westen der Insel</a> befand, um ein paar weiße Flecken auf meiner persönlichen Irlandbesuchskarte zu füllen.</p>
<p>Zu dritt fuhren wir an diesem Wochenende von Dublin nach Ballycastle in Nordirland, weiter über den Giant&#8217;s Causeway und (London)derry nach Donegal zu Malin&#8217;s Head, dem nördlichsten Punkt Irlands, weiter quer durch Donegal zu Slieve Leagne mit seinen 600m hohen Steilklippen am Atlantik und über Donegal Town zurück nach Dublin.</p>
<p>Alles in allem eine gut 600km lange Reise in zwei Tagen, die sich aber außerordentlich lohnte. Der Norden und Nordwesten der Insel zählt ohne Zweifel zu den schönsten Flecken Irlands. Einsamste Strände, einmalige Klippen, einzigartige Vulkansteingebilde und abgelegene Dörfer prägen hier das Bild.</p>
<p>Unser erster Stop am Freitagabend, nach ca. 3 Stunden Autofahrt, war Ballycastle. Nach dem Einzug in unser B&amp;B besuchten wir noch das Pub Mac Donnell&#8217;s. Ein urgemütliches Pub, mit irischer Musik, vielen Menschen und eindeutig besseren Preisen als in Dublin: Das Guinness kostet rund 2,50 Pfund, bei einem Umrechnungskurs von 1,30 EUR sehr günstig.</p>
<p>Die Nordküste ist durch den Causway Costal Drive (oder so ähnlich) wunderschön zu befahren. Die Küstenstraße führt vorbei am Giant&#8217;s Causeway und anderen Sehenswürdigkeiten des Nordens. Der Giant&#8217;s Causeway ist eine einmalige Landschaft aus Basaltsäulen, die aus dem Meer zu kommen scheinen. Es gibt sogar eine kleine Sage rund um einen irischen und schottischen Riesen, welche sich einen kleinen Kampf liefern wollten, welchen der irische Riese aufgrund der Flucht des Schotten allerdings vorzeitig gewann.</p>
<p>Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Carrick a Rede, ein ehemaliger Platz der Lachsfischer. Von einer Hängebrücke aus, die in ca. 20m Höhe über die Klippen auf eine kleine Insel führt, konnten wir bei gutem Wetter sogar die schottische Küste sehen.</p>
<p>Zu erwähnen in dieser Gegend sind vor allem die Buchten mit den unglaublich schönen Stränden. Diese Strände mit ihrem glasklaren Wasser zählen sicher zu den allerschönsten Europas. Allerdings- und das ist sicher der Grund, weshalb es noch keinen Pauschaltourismus gibt- ist es unglaublich kalt. In einer Wette um ein Guinness bin ich natürlich in die Fluten gesprungen, die ca. 15 Grad haben. Gefühlt war es so, als müsste ich ein kreisrundes Loch in das Eis des Atlantiks schlagen, um endlich schwimmen zu können. Kurzum: Ich habe noch nie in kälterem Wasser gebadet. Selbst der Wind am Strand war danach angenehm warm, obwohl selbst der mir vor meinem Badegang Gänsehaut bereitete. Dennoch: Zu empfehlen ist es allemal. Danach ist man unglaublich wach.</p>
<p>Hinter Derry (oder Londonderry, wie es die Briten nennen) geht dann zur nördlichsten Ecke Irlands, nach Malin&#8217;s Head. Eine so einsame Gegend habe ich in Irland noch nicht gesehen. Hier gibt es winzige Straßen, Dörfer, die aus 4 Häusern bestehen, Berge mit tollem Weitblick und mehr Schafe und Kühe als Menschen. In Carndonagh fanden wir ein nettes B&amp;B und sogar eine deutsch sprechende Bedienung im The Persian Bar, in welcher es am Abend noch Livemusik gab.</p>
<p>Spektakulär wurde es dann am Sonntag, als wir in den Westen Donegals zu Slieve League fuhren. Hier fallen 600m hohe Klippen steil ins Meer herab. Das Klima hier ist sehr rauh und atlantisch. Der Weg zu den Klippen führt über eine 2m breite Straße- links Meer in 300m Tiefe, rechts der Fels. Abenteuerlich. Nach einem kurzen Fußmarsch eröffnet sich ein toller Panoramablick Richtung Amerika zur einen Seite und Irland auf der anderen. Sehr zu empfehlen.</p>
<p>Die Rückfahrt nach Dublin dauerte sehr lange. Auch, wenn es nur 250km sind: Die Straßen sind sehr eng und klein, man braucht viel Geduld. Der Trip lohnt sich aber allemal, nächstes Mal werde ich sicherlich länger in Donegal bleiben. <a href="http://picasaweb.google.com/matthias.c.mueller/NordirlandUndDonegal" target="_blank">Bilder bei Picasa.</a></p>
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		<title>Global Warming.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 20:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Spöttische Irlandbesucher behaupten, der Unterschied zwischen Sommer und Winter läge in der Temperatur des Regens. Im Sommer sei der eben warm und im Winter kühl. In diesem Jahr mögen diese Wetterspezialisten durchaus Recht haben- nach einem tollen Frühling und Sonne zwischen April und Mitte Juni befinden wir uns nun in einer Schlechtwetterphase. Der Wetterbericht sagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spöttische Irlandbesucher behaupten, der Unterschied zwischen Sommer und Winter läge in der Temperatur des Regens. Im Sommer sei der eben warm und im Winter kühl. In diesem Jahr mögen diese Wetterspezialisten durchaus Recht haben- nach einem tollen Frühling und Sonne zwischen April und Mitte Juni befinden wir uns nun in einer Schlechtwetterphase. Der Wetterbericht sagt jeden Tag das gleiche voraus und er hat immer Recht, auch, wenn seine Vorhersagen etwas zu allgemein daher kommen: Ein wenig Sonne und Regen, Wolken auch und Wind gibts sowieso. Damit liegt man derzeit immer richtig. Dass sich der irische Wetterdienst damit natürlich auch klammheimlich aus der Verantwortung stiehlt, soll nicht weiter stören. Das Wetter ist hier durchaus aber nicht immer so. In diesem Jahr meckern die Iren darüber genauso wie die Touristen, die Dublin bevölkern.</p>
<p>Ein wenig höhere Temperaturen und Sonne würden diesem Land sehr gut tun: Die Stimmung der Menschen würde sich schlagartig verbessern, in den Pubs könnte man draußen sitzen und der Strand wäre auch ohne Winterjacke und Windschutz begehbar. Die Aussichten, diesen Zustand zu erreichen, sind gar nicht so schlecht- denn wir haben ja den Klimawandel! Der könnte wirklich zu meinem guten Freund und Irlands Wetter-Retter werden: Wir brauchen höhere Temperaturen. Vielleicht sollten wir, statt peinlich genau auf den möglichst niedrigen Energieverbrauch aller Verbrauchsgeräte zu achten, das genaue Gegenteil tun, damit die Sommer in Irland ein wenig sommerlicher werden. Während ich das schreibe (es ist 15:00h und hell), brennt mein Licht, ich habe die Heizung aus Protest angeschaltet und die Kühlschranktür offen gelassen. Mein kleiner Beitrag zum höheren Energieverbrauch und folglich schöneren Sommern in Irland.</p>
<p>Vielleicht macht der eine oder andere ja noch mit und im nächsten Jahr werden auch die Iren einmal mit 28 Grad im Schatten belohnt. Waste energy! Now! <img src='http://www.any-where.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>We&#8217;ll call you back.</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 09:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Irland ist das Geburtsland der Billigfliegerei. Zumindest in Europa. Kein Wunder: Ryanair ist eine irische Airline, deren Chef es schon in jungen Jahren gelernt hat, die Preise in seinen Kiosken der Nachfrage anzupassen: Damals verkaufte er Batterien für geplagte Eltern an Weihnachten viel teurer als an sonstigen Tagen, weil diese die kleinen Energieträger zur Beruhigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irland ist das Geburtsland der Billigfliegerei. Zumindest in Europa. Kein Wunder: Ryanair ist eine irische Airline, deren Chef es schon in jungen Jahren gelernt hat, die Preise in seinen Kiosken der Nachfrage anzupassen: Damals verkaufte er Batterien für geplagte Eltern an Weihnachten viel teurer als an sonstigen Tagen, weil diese die kleinen Energieträger zur Beruhigung ihrer Kinder benötigten, die ja nun mit neuen batteriegetriebenen Spielsachen beschenkt wurden. Heute verkauft er Flüge nach dem gleichen Prinzip- und das sehr erfolgreich.</p>
<p><strong>Billiger Staat</strong></p>
<p>Im Zuge der Verbilligung blieb der staatlichen Airline &#8220;Aer Lingus&#8221; nichts anderes übrig, als ihre Preise nach unten zu korrigieren, genau wie den Service auch: Hier kosten Gepäck, Zeitung und Getränke nun auch extra. 8 Euro bezahlt  man für einen Koffer. Solange dieser ankommt, ist auch alles in bester Ordnung.</p>
<p>Leider hat genau das letzte Woche nicht geklappt. Der 20:00h Aer Linugs Flug aus Frankfurt hatte über eine Stunde verspätung, weshalb ich das Halbfinale Spanien &#8211; Russland komplett im Empfangsbereich des Dubliner Flughafens schauen konnte. Eine interessante Erfahrung: Der einzige konstante Punkt in diesen über 90 Minuten war ich- alle anderen Teilnehmer dieses Public Viewings waren nur temporäre  Gäste, die alle 2-5 Minuten wechselten.</p>
<p><strong>Mehr als nur ein kleiner Fehler</strong></p>
<p>Nach Schlusspfiff war die Maschine dann auch endlich gelandet, aber Gabi ließ lange auf sich warten. Warum, stellte sich nach 45 Minuten heraus. Ihr Koffer war nicht mitgekommen.</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass sie keinen Baggage Tag auf ihrem Ticket hatte. Offensichtlich hatte eine mehr oder weniger unfähige Check-In Mitarbeiterin in Frankfurt vergessen, einen Aufkleber an ihren Koffergriff zu kleben. Eine Kleinigkeit, die große Auswirkungen hat und neben viel Geld auch viele viele Nerven kostet. Dummerweise enthielt die Tasche auch keinerlei Identitätshinweis. Aer Lingus, machtlos und verständnisvoll, ließ Gabi ein Formular ausfüllen und verwies auf einem ausgehändigten Vordruck auf eine Hotline, welche man ab dem nächsten Nachmittag anrufen könne.</p>
<p>Um 23:30h ging es dann in die Stadt &#8211; mit einem höchst unguten Gefühl im Bauch.</p>
<p><strong>Hilf dir selbst</strong></p>
<p>Der nächste Morgen kam schnell und ich rief bei der netten Hotline der Aer Lingus an &#8211; 25 Cent pro Minute. Man bekommt sein Gepäck verloren und zahlt für jede der 8 Minuten in der Warteschlange 25 Cent Gebühren, nur um dann von einem Mitarbeiter zu erfahren, dass die Tasche noch nicht da ist und Aer Lingus auch keinerlei Ahnung hat, wo sich diese aufhält: &#8220;We apologise and call you back.&#8221; Böse Tasche. Einfach so zu verschwinden; ich hatte eigentlich immer den Eindruck, dass sie sich ganz wohlfühlt.</p>
<p>Zum Glück war Gabis Flug ja kein Transferflug, sie stieg auf dem langen Weg durch Europa nicht um. Somit blieb nur eine Möglichkeit: Ist die Tasche nicht in Irland, wird sie wohl in Frankfurt sein.</p>
<p>Also: Griff zum Telefon. Die Mitarbeiter in Frankfurt stellten sich ab diesem Moment leider als höchst unfähig heraus. Bei meinem ersten Anruf fragte ich, ob eine Tasche wissentlich liegengeblieben wäre vom vorabendlichen Flug der Aer Lingus. Ich wurde höchst unfreundlich abgewiesen, &#8220;wissen Sie, wie viele Taschen liegen bleiben; das weiß ich doch jetzt nicht&#8221;. Eine Stunde später rief ich nochmal an, um eine Beschreibung der Tasche durchzugeben. Es war die gleiche Frau am Telefon, wie zuvor. Komischerweise war sie sofort in der Lage, innerhalb von 20 Sekunden festzustellen, dass tatsächlich eine passende Tasche liegen geblieben war. Die Freude war groß, wir arrangierten, dass die Tasche mit dem nächsten Flug nach Irland geschickt werden solle. Perfekt eingefädelt, ohne Aer Lingus.</p>
<p><strong>Wie gewonnen, so zerronnen</strong></p>
<p>Wer sich fragt, was man ohne Tasche macht, bekommt nun eine Antwort: Shoppen. Gabi hatte ja nun keinerlei Kleidung, wenigstens befand sich ein großer Teil ihres Kulturbeutels bei mir in Irland. Wir verbrachten also den Vormittag des Freitags in der Stadt, da wir abends Karten für Riverdance im <a href="http://www.gaietytheatre.ie/" target="_blank">Gaity Theatre</a> in Dublin hatten und man dort schlecht mit Jeans und Turnschuhen auftauchen kann. Die Abendgaderobe lag ja immernoch schluchzend in Gabis Tasche.</p>
<p>Am Nachmittag rief mich die Dame der Fraport noch einmal zurück und bestätigte mir mit Freude, dass die Tasche auf den Flug gebucht werde und ich einen Anruf bekäme am nächsten Morgen, damit sie uns  zugestellt werden könne.</p>
<p>Der Samstagmorgen begann mit ungeuldigem Warten auf einen Anruf der Aer Lingus; schließlich war der Flug ja nun schon seit über 12 Stunden gelandet. Um 12 Uhr griff ich erneut zum Handy  und rief die 25 Cent Nummer an. Das Ergebnis war erstaunlich: &#8220;Ja, die Tasche sollte auf den Flug gehen. Aber hier kam keine an. We&#8217;ll call you back.&#8221; Frust. Anruf in Frankfurt: Ja, &#8220;ich hab hier einen grünen Punkt auf dem Bildschirm. Die Tasche hat Frankfurt gestern Abend verlassen&#8221;. Unglaublich: Offensichtlich hatte sie jemand aus dem Flugzeug geworfen. Anders kann ichs mir nicht erklären.</p>
<p>Den Samstag verbrachten wir in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Greystones" target="_blank">Greystones</a>, eine süße kleine Stadt südlich von Dublin. Man fährt mit der Bahn direkt am Meer entlang, angeblich eine der schönsten Zugstrecken in Europa (Info für Bahnenthusiasten).</p>
<p><strong>Ein unerwarter Rückruf</strong></p>
<p>Auf dem Rückweg nach Dublin rief ich erneut bei meiner Lieblingshotline an und beschwerte mich, diesmal ein wenig bestimmter. Mein Gesprächspartner schien mich auch zu verstehen und sagte &#8220;ja, ist ärgerlich, wenn einem etwas versprochen wird, was nicht gehalten wird, bla bla, ich rufe mal in Frankfurt an &#8230; I&#8217;ll call you back.&#8221; Genau. Er ruft zurück- wie alle anderen. Also: Wieder shoppen, Sachen für den nächsten Tag. Bis mein Handy klingelte: Der Mitarbeiter vom letzten Gespräch war dran. Am liebsten hätte ich es jedem Passanten in der Fußgängerzone gesagt, in der ich mich befand: &#8220;Aer Lingus ist dran! Aer Lingus ist dran! Unglaublich, sie haben doch noch einen Funken Anstand!&#8221;</p>
<p>Er sagte dann: &#8220;Good news, Frankfurt hat bestätigt, dass die Tasche noch dort ist, sie geht heute Abend raus. Ich bestätige das nochmal und rufe nochmal zurück.&#8221; Dass er nie zurückrief, bleibt hier nicht unerwähnt. Aber immerhin: Frankfurt hat die Tasche.</p>
<p><strong>Hurra?</strong></p>
<p>Dennoch: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Viel besser in diesem Fall. Offensichtlich sprechen Frankfurt und Dublin nämlich unterschiedliche Sprachen am Telefon. Um sicher zu gehen, dass die Frankfurter Mitarbeiter diesmal wirklich ihrer Arbeit nach gehen und die Tasche verschicken, rief ich erneut in Frankfurt an.</p>
<p>&#8220;Wie: Irland sagt, die Tasche wäre noch hier? Sie ist nicht hier! Das haben wir denen auch am Telefon gesagt!&#8221; Ist das zu fassen? Am liebsten wäre ich durch die Leitung gesprungen und hätte die ganze Abteilung unter einem Haufen Koffer begraben. Das Aer Lingus Call Centre hatte schon geschlossen, es war also nichts zu machen, außer selbst in Dublin am Flughafen nachzuschauen, ob die Tasche da ist. Wir also in den Bus gestiegen und zum Flughafen, die Räume der Aer Lingus mit verlorenem Gepäck sind aber wirklich so klein, dass man dort keine Tasche übersehen kann. Offensichtlich war die Tasche also tatsächlich nicht in Dublin und die Schuldigen an der Misere saßen in Frankfurt.</p>
<p><strong>Ruhiger Sonntag</strong></p>
<p>Der Sonntag war dann einfach nur ruhig: Ich wollte einfach nicht nochmal mit den beiden Parteien telefonieren und mich im Kreis drehen, sondern einfach nur abwarten, was passiert. Unglaublich, wie man irgendwann resigniert bei so viel Service.</p>
<p>Am Montag klingelte mittags um eins tatsächlich mein Handy! Aer Lingus war dran! &#8220;Very good news, ihre Tasche ist heute morgen in Dublin angekommen! Sie wird heute oder morgen noch ausgeliefert.&#8221; Danke Frankfurt! Wahrscheinlich habt Ihr Euch riesig für Gabi ins Zeug gelegt und die ganze Gepäckhalle des Flughafens durchsucht nach der Tasche und ein Freudenfest ihr zu Ehren abgehalten, nachdem sie gefunden wurde.</p>
<p>Am Montagabend, 24 Stunden vor Gabis Abflug nach Deutschland, kam dann endlich die Tasche an.</p>
<p>Kosten der Aktion: 176324 Nerven, gefühlte 2 Jahre Lebenszeit, 30 Euro Telefonkosten, ca. 5 Stunden Zeit, plus alle Klamottenkosten. Danke, Fraport, für das nicht Aufkleben eines Baggage Tags und das erneute Verlieren der Tasche einen Tag später. Nicht schlecht: an zwei Tagen ein und dieselbe Tasche zweimal zu verlieren.</p>
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		<title>Sweinstaigör.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 22:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland ist im Halbfinale. Und das ist auch gut so.  Man ist hier- trotz der Teilnahme fast aller in Irland lebenden Minderheiten (ausgenommen China) &#8211; recht alleine, wenn es um die EM geht. Dennoch scheinen die Iren sich zu freuen, wenn Deutschland gewinnt. Wenn man nach einem Spiel im schwarzrotgoldenen Trikot das Pub verlässt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist im Halbfinale. Und das ist auch gut so.  Man ist hier- trotz der Teilnahme fast aller in Irland lebenden Minderheiten (ausgenommen China) &#8211; recht alleine, wenn es um die EM geht. Dennoch scheinen die Iren sich zu freuen, wenn Deutschland gewinnt. Wenn man nach einem Spiel im schwarzrotgoldenen Trikot das Pub verlässt, wird man immer von freundlichen Iren nach dem Ergebnis gefragt und die Daumen gehen sofort nach oben und werden mit einem &#8220;well done&#8221; zum Ausdruck der irischen Fussballbegeisterung.</p>
<p>Mein Chef, der eher auf Tennis steht und alle Wimbeldonsieger seit 20 Jahren aufsagen kann, kennt nur einen deutschen Spieler und niemand spricht dessen Namen so schön aus, wie er das tut: Sweinstaigör ist sein Favorit und als ich ihm erzählte, dass der auch noch ein Tor geschossen hat im gestrigen Viertelfinale, war er doch recht amused.</p>
<p>Wer wissen will, wie Deutsche hier so im Pub feiern, der <a href="http://picasaweb.google.de/matthias.c.mueller/EM2008InDublin" target="_blank">klicke sich durch meine Bilder</a>.  Die sind gestern Abend im Sinnott&#8217;s entstanden, unserem WM-Pub. Superviele Deutsche da. Fast wie im Stadion. Zu erwähnen ist auch: Noch ist uns auch der Support meiner anwesenden italienischen Kollegen sicher. Noch&#8230;. Joe, aus England, ist sehr für Deutschland. Kein Wunder, seine Landsleute haben sich ja nicht mal qualifiziert. Vielleicht ist er auch nur wegen seiner deutschen Freundin ein wenig &#8220;fremdpatriotisch&#8221;. Cheers.</p>
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		<title>Über das Verlieren.</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 06:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Irland und England sind ja nicht für die Euro 2008 qualifiziert. Somit fallen zwei wichtige Anschau-Motivatoren der Iren weg. Für das erste Spiel (Deutschland gegen Polen) war das aber nicht so wichtig. Die polnische Community stellt hier nach den Iren und Chinesen die wachsende drittgrößte Bevölkerungsschicht da. Kein Wunder also, dass man sich beim Betreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irland und England sind ja nicht für die Euro 2008 qualifiziert. Somit fallen zwei wichtige Anschau-Motivatoren der Iren weg. Für das erste Spiel (Deutschland gegen Polen) war das aber nicht so wichtig. Die polnische Community stellt hier nach den Iren und Chinesen die wachsende drittgrößte Bevölkerungsschicht da. Kein Wunder also, dass man sich beim Betreten des Pubs vor dem Spiel eher wie in Warschau fühlte als in Dublin: Fast alle Besucher waren in rot-weiß gekleidet, Fahnen schwenkend und jubelnd. Interessant ist, dass Polen -wenn es um das Reservieren von Tischen geht- deutscher sind, als die Deutschen: Sie sind noch früher da und blockieren alle Tische. Wir Deutschen machen das ja nur mit Handtüchern im Urlaub.</p>
<p>20 Minuten vor dem Spiel tauchten auch immer mehr Deutsche auf, das Pub war in zwei Hälften geteilt. Im Osten Polen, im Westen Deutschland (naja, zumindest links und rechts. Die Himmelsrichtungen lassen sich nicht mehr überprüfen).  Das Ergebnis ist hinreichend bekannt: das Spiel ging 2:0 für Deutschland aus und die Polen erwiesen sich als sehr gute Verlierer. Enttäuscht zwar, aber immerhin musste ich in meinem Deutschlandtrikot keine Angst um mein Leben haben, als ich die nächste Runde Bier an einer Bar voller polnischer Extrem-Fans bestellte.</p>
<p>Anders die Italiener, mit welchen ich die 3:0 Blamage gegen Holland in einem anderen Pub schaute. Solche entsetzten Gesichter habe ich beim Fussball noch nicht gesehen. Nicht einmal, als Deutschland im Halbfinale 2006 gegen Italien verlor. Offensichtlich ist eine 3:0 Niederlage (eine verdiente, wohlgemerkt!) in etwa so schlimm, wie wenn in Sizilien ein Vulkan ausbricht. Es gleicht einer nationalen Katastrophe. Meine armen Kollegen- sie haben gestern noch furchtbar gelitten.</p>
<p>Morgen ist das nächste Spiel der Deutschen und ich werde das Büro früher verlassen, um es mir gepflegt anzuschauen. Hoffentlich lachen wir danach auch noch!</p>
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		<title>Forget Mittelmeer.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 11:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>
		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Während Deutschland unter 30° leidet, gestaltet sich das Klima hier doch wesentlich angenehmer. Zarte 20°, Sonne satt und Meer machen das Mittelmeer vollkommen überflüssig. Zugegeben: Baden würde ich in der Irish Sea noch nicht, dazu ist es schlicht zu kalt. Dennoch steht ausgedehnten Strandrumliegereien nichts im Wege. Meinen ersten (richtigen) Sonnenbrand unter der Sonne Irelands [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Deutschland unter 30° leidet, gestaltet sich das Klima hier doch wesentlich angenehmer. Zarte 20°, Sonne satt und Meer machen das Mittelmeer vollkommen überflüssig. Zugegeben: Baden würde ich in der Irish Sea noch nicht, dazu ist es schlicht zu kalt. Dennoch steht ausgedehnten Strandrumliegereien nichts im Wege. Meinen ersten (richtigen) Sonnenbrand unter der Sonne Irelands habe ich nun auch hinter mir.</p>
<p>Barbecues im Garten sind mittlerweile auch Standard. Das schöne daran ist, dass man immer wieder Menschen aus aller Herren Länder kennenlernt. Das letzte am Samstagabend brachte Iren, Spanier, Equadorianer und mich als Deutschen zusammen. War sehr spannend.</p>
<p>Meine Eltern sind gerade noch zu Besuch- sie waren ja schonmal hier, auch wenn das schon einige Jahre her ist. Gestern haben wir einen ausgedehnten <a href="http://flickr.com/photos/mmuell23/tags/dalkey/" target="_blank">Spaziergang in Dalkey</a> gemacht. Dieser noble Vorort im Süden Dublins ist echt eine schöne Adresse zum Spazierengehen am Strand. Eine Villa neben der anderen (Bono von U2 wohnt hier auch) schmückt das Ufer und bei Sonnenschein fühlt man sich eher wie in Marbella als in Irland.</p>
<p>Am Abend waren wir in einem netten kleinen <a href="http://www.tribes.ie/" target="_blank">französischen Restaurant</a> in Sandycove an der Südküste Dublins. Sehr leckeres Essen, nur zu empfehlen!</p>
<p>In zwei Wochen kommt die Invasion aus Deutschland: Wird sicher sehr lustig.</p>
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		<title>Das schoenste Lied der Welt.</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 15:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>
		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Weg zur Arbeit fuehrt jeden Tag durch das Viertel &#8220;Temple Bar&#8221;, welches in jedem Reisefuehrer als die Partymeile Dublins beschrieben wird. Gelogen ist das auch nicht, nur ein wenig falsch ausgedrueckt. Gefeiert wird dort sehr wohl, aber Dubliner verirren sich aeusserst selten hierher. Also sind dort die Touristen, die dann denken, dass sie wahnsinnig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Weg zur Arbeit fuehrt jeden Tag durch das Viertel &#8220;Temple Bar&#8221;, welches in jedem Reisefuehrer als die Partymeile Dublins beschrieben wird. Gelogen ist das auch nicht, nur ein wenig falsch ausgedrueckt. Gefeiert wird dort sehr wohl, aber Dubliner verirren sich aeusserst selten hierher. Also sind dort die Touristen, die dann denken, dass sie wahnsinnig irisch gefeiert haben. Den Reisefuehrern sei Dank. Sei&#8217;s drum.</p>
<p>Morgens ist die Strasse durch Temple Bar voll von LKW, die Bierfaesser und Flaschen bringen. Jeden Tag. Unmengen. Abends wird sie auch immer wieder von Strassenkuenstlern bevoelkert. Musiker, Maler, Menschen, die sich fuer Puppen halten, ein Mann, der Hunde aus Sand formt und alles moegliche andere. Auffaellig oft gibt es Gitarrenspieler. Ich bin selbst Musiker, stehe haeufig auf der Buehne und kann mich total begeistern fuer die die unterschiedlichsten Arten von Musik. Dennoch: Es ist grausam. Auffaellig ist, dass es hauptsaechlich Jugendliche zwischen 16 und 20 sind, die da -meist mit zwei oder drei Kumpels im Gepaeck- am Strassenrand stehen und Musik machen. Diese -meist italienischen oder franzoesischen Halbpubertierten- machen das ehrlich gerne, das sieht man ihnen an. Teilweise sind sie auch gar nicht schlecht. Sie sind mit feuereifer dabei und sitzen friedlich am Strassenrand. Daran ist auch nichts auszusetzen.</p>
<p>Was allerdings Ursache des Grauens ist: Alle spielen sie &#8220;Wonderwall&#8221; von Oasis. Jeden Tag. Und alle spielen es, als gebe es kein Morgen (hier ein <a href="http://youtube.com/watch?v=mWq2G3bfZQs" target="_blank">kleines Beispiel</a>, allerdings aus Grafton St. in Dublin. Das Kaliber ist aehnlich).  Und alle haben diesen Blick drauf &#8220;hey, ich bin soooo froh und cool, dass ich hier mit meiner Glampfe stehen darf.&#8221;<br />
Das ginge ja noch- goennen wir ihnen den Stolz. Allerdings sagt der Blick auch: &#8220;Ich bin so unique &#8211; Ihr habt alle auf Wonderwall gewartet!&#8221; Und genau das ist weit gefehlt und zeugt von wenig Wissen ueber die Strassenmusikszene in Dublin. Ich werde mir ein Shirt drucken auf dem sowas steht wie &#8220;Nothing sucks like Wonderwall&#8221; oder so.</p>
<p>Das Lied habe ich echt gemocht- und ja! Ich kann es auch auf Gitarre spielen. Allerdings werde ich es nie wieder hoeren. NIE WIEDER! Danke Ihr Gitarrenkinder! Versteht diesen Text ruhig als Appell: Lasst bei Euren Trips nach Irland die Gitarre zu Hause oder zumindest das Liederbuch mit den Oasis Songs. Ihr tut einen Dienst an der Menschheit- zumindest einen an den Iren. Nebenbei: Vielleicht ist Wonderwall ja der Grund fuer den extrem hohen Alkoholkonsum in den Pubs.</p>
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		<title>Go west.</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 19:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>
		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Feiertage in Irland liegen immer auf einem Montag. Zumindest werden sie auf diese Tage verlegt. Das hat den Vorteil, dass man immer ein langes Wochenende hat, wenn ein Feiertag ist. Da der erste Mai, wie in Deutschland auch, ein Feiertag ist, dieser aber nicht auf einem Montag gefallen ist, war somit der 5. Mai frei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Feiertage in Irland liegen immer auf einem Montag. Zumindest werden sie auf diese Tage verlegt. Das hat den Vorteil, dass man immer ein langes Wochenende hat, wenn ein Feiertag ist. Da der erste Mai, wie in Deutschland auch, ein Feiertag ist, dieser aber nicht auf einem Montag gefallen ist, war somit der 5. Mai frei und in Irland ein &#8220;Bank Holiday Weekend&#8221;. Offensichtlich freuen sich Iren sehr über Feiertage, mehr noch als wir Deutschen. Jeder Radiosender hat ein spezielles Programm und ständig wird man darauf hingewiesen, wie toll es ist, am Montag nicht arbeiten zu müssen. Für viele Leute bedeutet ein solches Wochenende: Endlich mal raus aus Dublin. Auch für mich und Gabi, die zu Besuch war.</p>
<p><strong>Bank Holiday Weekend</strong></p>
<p>Wir sind <a href="http://flickr.com/photos/mmuell23/tags/westirlandtrip/" target="_blank">in den Westen Irlands</a> gefahren. Unsere erste Etappe führte von Dublin nach Ennis im  County Clare und von dort weiter nach Lahinch. Hier gibt es einen wunderschönen Sandstrand, kaum Touristen und absolute Ruhe. Ein paar Surfer versuchten, Wellenreiten zu machen. Mit mäßigem Erfolg aber großem Beitrag zu unserer Erheiterung. Vielleicht sollte man denen mal sagen, dass Wellenreiten nur dann Sinn macht, wenn Wellen da sind. Auf dem Höhepunkt der Flut sah das in Lahinch allerdings sehr schlecht mit Wellen aus. Aber: Geduld hatten sie, das muss man neidlos anerkennen.</p>
<p><strong>Abgründe und unterirdische Läden</strong></p>
<p>Weiter gings zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cliffs_of_Moher" target="_blank">Cliffs of Moher</a>.  Als ich das erste mal 2001 dort war, konnte man noch auf dem Bauch an den Rand der Klippen robben und 200m senkrecht auf die Brandung blicken. 2005 ging das auch noch, heute leider nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen muss man hinter einer Mauer bleiben und kann nur am Rande des öffentlichen Bereichs auf die naturbelassenen Klippen gehen. Dennoch, immer wieder eine beeindruckende Kulisse. Touristisch ist der Bereich auch völlig erschlossen: Bei meinem ersten Besuch gab es nur einen Schotterparkplatz. 2005 gab es schon ein Touristenzentrum und in diesem Jahr gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz und unterirdische Souvenirläden und ein neues Touristenzentrum, das ebenfalls in den Fels gebuddelt wurde. Immerhin verschandeln keine Häuser die Landschaft, es ist ja alles unter der Erde und mit Gras bedeckt.</p>
<p><strong>Was Eis so alles macht</strong></p>
<p>Die Gegend, die sich an die Cliffs of Moher anschließt, ist der Burren. Dies ist eine einmalige Mondlandschaft, bestehend aus Kalkstein, der während der letzten Eiszeit dort durch die Gletscher entstand. Man muss es einfach sehen- soweit das Auge reicht, gibt es nur Felsen und Felsplatten, über welche man spazieren kann. Einzigartig.</p>
<p>Unsere erste Übernachtung war in Galway, in einem B&amp;B mit einer höchst unfreundlichen Besitzerin. Weder &#8220;Hallo&#8221; noch &#8220;Wie gehts&#8221; kamen aus ihrem Mund. Noch bevor wir das Haus betreten hatten, wurden wir schon höchst unfreundlich darauf hingewiesen, das Auto doch einen Meter weiter vorzufahren. Wir wurden kurz nach unserem Namen gefragt und wie lange wir gebucht hatten und in unser Zimmer verbannt. Immerhin hatte sie einen tollen Tipp für ein Fischrestaurant, welches wir am Abend besuchten. Selten so guten Fisch gegessen! Bis auf die Besitzerin, die am nächsten Morgen wenigstens einen kleinen Smalltalk startete über die Qualität das Essens und Sehenswürdigkeiten in Galway und Connemara, war das B&amp;B aber sehr schön mit Blick auf die Galway Bay und einem großen, sauberen Zimmer.</p>
<p><strong>Connemara</strong></p>
<p>Der nächste Morgen war im Vergleich zum Vortag etwas regnerisch. Gegen Mittag wurde es aber trocken. Unsere Tour führte von Galway durch Connemara bis zum Killary Harbour und von dort über den Lough Nafooey und Clonbur nach Cong.</p>
<p>Connemara ist wohl so, wie jeder Irland erwartet: Seen, einsame Landschaften, grüne Wiesen und unmengen von Schafen. Auch wir sind in einer Schafherde gelandet und mussten warten, bis die Tiere die Straße verlassen hatten. Connemara Ponys gibt es hier auch und wer Ruhe will, ist hier genau richtig.</p>
<p>Am Killary Harbour, Irlands einzigem Fjord (diese Information ist offensichtlich sehr wichtig- sie steht in jedem Reiseführer, Prospekt und auf Schildern), saßen wir in einem netten kleinen Pub, welches von rheinlandpfälzischen Touristen bevölkert war, die uns am Tag vorher an den Cliffs of Moher schon über den Weg gelaufen waren. Die sind tatsächlich mit einem Bus aus Deutschland nach Irland gefahren. Freaks&#8230; In der Nähe von Clonbur habe ich 2005 schon einen Urlaub verbracht. Der Nachbarort Cong ist ein wunderschönes, verschlafenes Dorf. Hier entschieden wir uns, noch eine Übernachtung in Westirland zu machen und fuhren nach Westport, wo wir ein B&amp;B direkt am Hafen fanden. Mit Blick aufs Meer und die Insel Clare war der Ausblick wirklich wunderschön.</p>
<p><strong>Abende in Westport</strong></p>
<p>Am Abend waren wir in einem Pub im Murrisk zum Essen und später in einer Bar in Westport mit Livemusik und Guiness sowie einer Gruppe Iren, die offensichtlich einen Junggesellenabschied feierten. Junggesellenabschiede sind in Irland voll im Trend. Der Bräutigam in spe lief in einem Superheldenkostüm- mit Kappe, Brille und Overall. Sehr witzig. Sein Gesangstalent allerdings war sehr ausgeprägt: Er gab Stand by Me zum besten und unterhielt den ganzen Laden prächtig.</p>
<p><strong>Zurück in die Zivilisation</strong></p>
<p>Am nächsten Morgen machten wir einen kleinen Abstecher durch Westport und fuhren von dort auf den Nationalstraßen weiter in Richtung Dublin. Unterwegs machten wir noch einen Spaziergangsstop in Bellanagare, wo man auf Feldwegen nur 80kmh fahren darf (<a href="http://flickr.com/photos/mmuell23/2467977583/" target="_blank">siehe flickr</a>).</p>
<p>Ein kleiner Zwischenstop am Lough Owel war der letzte Stop auf einer tollen Reise durch den Westen.</p>
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		<title>Trim City Limits.</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 17:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ireland]]></category>
		<category><![CDATA[praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute kenne ich auch das Gefühl, am Arsch der Welt gestrandet zu sein. Letze Woche beschlossen Christoph und ich, am Wochenende einen kleinen Trip nach Trim zu machen. Dort sollte es ein Castle geben, ein altes Kloster und ein wenig Kleinkram zum Anschauen. Das versprach der Reiseführer. Uns schlossen sich dann noch Miriam und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute kenne ich auch das Gefühl, am Arsch der Welt gestrandet zu sein. Letze Woche beschlossen Christoph und ich, am Wochenende einen kleinen Trip nach <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Trim,+Meath,+Ireland&amp;jsv=107&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.552904,-6.784229&amp;spn=0.04324,0.160675&amp;t=h&amp;z=13" target="_blank">Trim</a> zu machen. Dort sollte es ein Castle geben, ein altes Kloster und ein wenig Kleinkram zum Anschauen. Das versprach der Reiseführer. Uns schlossen sich dann noch Miriam und Steffi an und heute früh sind wir dann mit einem Überlandbus nach Trim aufgebrochen. Eine Stunde lang dauerte die Fahrt über Stock und Stein,  bis wir endlich in Trim ankamen. Durch einen unerklärlichen Bedarf, den Bus zu verlassen, lernten wir auch noch die 1000m Landstraße vor Trim kennen und marschierten in Richtung des Castles.</p>
<p><img src="http://www.le-matt.de/blog/images/1.jpg" height="300" width="400" /></p>
<p>Das Castle ist eines der größten seiner Art und war in einigen Szenen Kulisse für den Film Braveheart. Im großen und ganzen ist es eigentlich nur noch eine Ruine mit einem künstlichen Dach darüber: Dennoch, die Führung durch das Gebäude war sehr interessant. Trim hat offensichtlich eine grausame Geschichte hinter sich- sie galt als eine der Hauptstädte der Hinrichtungen in Irland. Hier wurden die Leute des öfteren gehängt.</p>
<p><img src="http://www.le-matt.de/blog/images/2.jpg" height="300" width="400" /></p>
<p>Nach der Besichtigung des Castles ist aber auch schon Schluss mit Sightseeing: Es gibt schlicht nichts anderes anzuschauen. Auch die Suche nach einem netten Pub mit nettem Pubfood gestaltete sich als aussichtslos- bis auf einen &#8220;Altherrengedeckservierer&#8221; fanden wir nichts, so dass wir im ortsansässigen Burgerladen auf den Bus warteten, der uns nach Dublin zurück fahren sollte. Die Bushaltestelle befindet sich übrigens auch nicht im Ort selbst, sonden außerhalb an einer Straße, die am Ort vorbeiführt. Offensichtlich ist es also nicht so wichtig, nach Trim zu gelangen.</p>
<p>Alles in allem: Ein netter kleiner Trip, aber nie wieder mit dem Bus. Fotos wie immer <a href="http://www.flickr.com/photos/mmuell23/tags/trim/" target="_blank">bei flickr</a>.</p>
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