Posts Tagged ‘Ireland’

Vorurteile.

Tuesday, April 15th, 2008

In Irland fängt der Frühling an. Seit etwa zwei Wochen hat es nun so gut wie nicht geregnet, es ist wunderschöner blauer Himmel und die Sonne strahlt den ganzen Tag. Kurzum: Das Wetter ist hier um Längen besser als das in Deutschland. Gestern habe ich das erste Guinness unter freiem Himmel auf der Dachterrasse von Daniel genießen können. Siehe Bild 1 und Bild 2.

Ich laufe nun auch öfters zur Arbeit- das ist angenehmer, als sich Backe an Backe in die Straßenbahn zu quetschen. Außerdem ist es nicht unbedingt viel langsamer: Es macht vielleicht fünf Minuten aus. Das Verkehrsdebakel hier ist echt ein großes Problem. Auf der Seite Transport 21 ist zu lesen, dass hier in den nächsten Jahren eine U-Bahn gebaut werden soll. Das wird einiges bewirken.

Einen Kneipentip habe ich heute auch noch, für alle die mich bald besuchen kommen: Die Dice Bar in Smithfield. Dieses nette Pub gehört einem der Fun Loving Criminals und ist zwar ein wenig düster, aber doch gemütlich und vor allem voller guter Musik. Dazu gehört noch die Voodoo Lounge eine Straße weiter- dort gibt es jede Menge live Musik (Ruck/Punk). Dort war ich allerdings noch nicht.

So viel heute von mir: Bis bald! Cheers.

Über das “über die Strasse gehen”

Friday, April 4th, 2008

Entschuldigt, dass ich keine Umlaute benutze. Ich muss aber leider an einer Tastatur arbeiten, mit der man nicht richtig Deutsch schreiben kann. “Ziemlich ignorant” – koennte man meinen. Was machen nur die ganzen Iren, die Deutsch lernen?

Heute moechte ich einen kurzen Ausflug in die Strassenverkehrsordnung der Iren machen. Keine Angst, er wird nicht lang, denn es hat den Anschein, als gaebe es ueberhaupt keine derartige typisch deutsche Sache. Verkehr in Grossstaedten ist ja immer fuer einen Aussenstehenden schwer zu durchschauen. Alles wirkt wie ein riesiges Netz ineinander verflochtener Strassen und Gassen. Wer durch Frankfurt faehrt, erlebt das in der gleichen Art, wie ein Urlauber in Paris oder London.

Dennoch -und ich entschuldige mich schon jetzt aufrichtig bei allen Iren- haben es alle anderen Staedte besser drauf, ihren Verkehr zu leiten und “alles im Fluss” zu halten. Hier ist diese Kompetenz leider nicht sehr ausgepraegt. Das existierende Bussystem ist ziemlich unberechenbar (wer in Griechenland schon mal gefahren ist, wird sich hier sofort wohl fuehlen), die Strassenbahn besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Linien. Die S-Bahn faehrt nur in Nordsued-Richtung.

Dublin hat also ein Verkehrsproblem von dem niemand profitiert, ausser den Taxifahrern, welche hier sehr gutes Geld verdienen. Das liegt schlicht daran, dass es -besonders in der Nacht- keine Alternative gibt, als mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Es bleibt keine andere Wahl. Zum Glueck sind die Taxen hier aber sehr guesnstig.

Ein besonderes Highlight sind die Fussgaengerampeln. Es gibt in ganz Dublin genau eine fussgaengerfreundliche Ampel, naemlich die zwischen St. Stephen’s Green und dem gleichnamigen Shoppingcentre. An dieser Ampeln fuehlt man sich koeniglich behandelt: Die Ampelphase fuer Fussgaenger ist ca. viermal laenger als die der Autos. Allerdings: Wir sind in Irland. Das ganze koennte also ein Versehen sein. Denn an allen anderen Ampeln ist es umgekehrt. Wer stehen bleibt und auf gruen wartet, ist hoffnungslos verloren. Es dauert Minuten. Noch dazu ist man schlicht ein Verkehrshindernis, denn Iren scheren sich nicht um rote Fussgaengerampeln. Man wird also ein “traffic fighter” und rennt in guter Kamikaze-Manier bei jeder Luecke ueber die Strasse oder man verbringt sein Praktikum an der Ampel.

Aber auch die Schaltung der Auto-Ampeln ist recht ungewoehnlich bis sinnlos. Die Ampel ist ewig gruen, kein Auto kommt. Die Ampel wird rot und der Verkehr rollt an und muss stehen bleiben. Von sinnvoller Ampelschaltung also keine Spur. Besonders bemerkenswert in dieser Hinsicht war ein BMW-Verkaeufer, mit welchem wir eine Testfahrt unternahmen letzte Woche. Wir erzaehlten ihm von der “Gruenen Welle” in Deutschland. Fuer uns eine Selbstverstaendlichkeit, nicht an jeder roten Ampel stehen zu muessen. Der Mann war ehrlich aus dem Haeuschen und nannte die Erfindung “genial! Sollten wir in Irland auch machen! Das ist ja mal ne tolle Sache. Super! Das hilft ja total! Wahnsinn!” Er kriegte sich foermlich nicht mehr ein.

Sollte also einer meiner Leser das Patent auf die gruene Welle besitzen: Die Iren sind dankbare Lizenznehmer.

A walk in the Park.

Sunday, March 30th, 2008

In Dublin gibt es den -angeblich- größten europäischen innerstädtischen Park, den Phoenix Park. Mein Glück ist, dass dieser Park quasi mein Garten ist, denn er ist keine zehn Minuten zu Fuß von meiner Haustür entfernt. Heute morgen war das Wetter so schön, dass ich einen ausgedehnten Spaziergang durch den Park gemacht habe.

Dort befinden sich einige wichtige Sehenswürdigkeiten von Dublin. Der Sitz der irischen Präsidentin, die amerikanische Botschaft, das Wellington Monument und ein Kreuz, das an der Stelle steht, an der Papst Johannes Paul II. irgendwann in den 70ern vor Millionen von Menschen sprach.

Der Park ist riesig und man denkt, dass man sich weit außerhalb der Stadt befindet. Man sieht keine Mauern, keine Häuser drumherum, dafür aber Rehe und Hirsche, die wild in diesem Park leben.

Neben den wilden Tieren gibt es aber auch einige, denen das Glück der Freiheit nicht zu Teil wurde und welche eingesperrt in Gehegen leben müssen: Die Bewohner des Dublin Zoo. Er ist einer der ältesten der Welt und kostet selbst für Studenten 12 Euro Eintritt. Und: Die ist er nicht wert. Dagegen ist der Frankfurter Zoo viel schöner und ansprechender. Das einzige Highlight ist ein Elefantenbaby, das kürzlich auf die Welt kam und für welches nun ein Name gesucht wird.

Ich habe einige Bilder im Park gemacht, welche Ihr auf meinem flickr-Account bewundern könnt.

Es wird Sommer.

Friday, March 28th, 2008

Wunderschönes Wetter wird mir gerade in Irland zu Teil. Während es in Deutschland ein wenig schneite in den letzten Tagen und ich von einigen Leuten hören musste, dass sie ihren Schlitten wieder ausgepackt haben,  bin ich froh, dass ich mich in der Mittagspause im St. Stephen’s Green bei angenehm warmen Temperaturen und viel Sonne vergnügen darf.

In meinem Domizil haben wir diese Woche mal wieder Besuch. Ist ein wenig kleiner als der letzte, aber noch liebenswürdiger. Gestatten, Molly:

Molly

Molly ist der Hund der Schwester meiner Mitbewohnerin. Diese hat sie – aus welchen Gründen auch immer – hier bei uns geparkt. Ist ein kleines, aufgewecktes Wuseltier. Sehr lustig.

Heute geht hier die letzte kurze Arbeitswoche bis Mai vorbei und gleichzeitig auch mein erster Monat in Irland. Ich lebe noch!

Irland. Deutschland. Frankreich. Irland.

Monday, March 24th, 2008

Drei Länder in vier Tagen: Nach einer kleinen überraschenden Visite übers Wochenende in Deutschland und einem Ausflug ins Elsass, bin ich nun wieder in Irland gelandet und muss sagen, dass das Osterwetter hier offentsichtlich viel besser war, als in Deutschland.

Nichs desto trotz war das Wochenende sehr schön. Lustig waren die Gesichter von meiner Freundin und meiner Familie. Bis auf meinen Bruder wusste wirklich niemand, dass ich kommen würde. Die Blicke waren Gold wert.

Auch, wenn das hier eigenltich ein Blog über meine Erlebnisse in Irland ist, muss ich doch einen Restauranttip für Frankreich loswerden. Ich bin ja mit Gabi oft im Elsass unterwegs und gestern waren wir dort auch mal wieder und sind in einem netten Restaurant gelandet in Dambach-la-Ville. Das Restaurant heisst “La Vignette” und ist zuckersüß und urig. Falls Ihr mal im Elsass seid, macht einen Abstecher dort hin.