{"id":40,"date":"2008-08-11T20:19:10","date_gmt":"2008-08-11T19:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.le-matt.de\/blog\/grune-wiesen-berge-und-meer\/"},"modified":"2008-08-11T20:21:14","modified_gmt":"2008-08-11T19:21:14","slug":"grune-wiesen-berge-und-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.any-where.de\/blog\/grune-wiesen-berge-und-meer\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Wiesen, Berge und Meer."},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die unglaubliche Qualit\u00e4t des Hochsommers dieses Jahres habe ich bereits berichtet. An diesem Wochenende erreichte das Wetter seinen vorl\u00e4ufigen traurigen H\u00f6hepunkt: Es regnte 76mm an einem Tag in Dublin. Absoluter Rekord, das gab es seit Wetteraufzeichnungsbeginn noch nicht. Das hatte zur Folge, dass die Nationalgarde die Feuerwehr beim Abpumpen des Wassers aus den Kellern und Stra\u00dfen helfen musste, 24 Stunden sp\u00e4ter immernoch die Stadt an einem Verkehrschaos litt, viele Stra\u00dfen untersp\u00fclt und Keller vollgelaufen waren.<\/p>\n<p>Ich hatte Gl\u00fcck: Mir blieb das ganze Grauen n\u00e4mlich erspart, da ich mich auf einem Trip durch den <a href=\"http:\/\/picasaweb.google.com\/matthias.c.mueller\/NordirlandUndDonegal\" target=\"_blank\" title=\"Fotos hier\">Norden und Westen der Insel<\/a> befand, um ein paar wei\u00dfe Flecken auf meiner pers\u00f6nlichen Irlandbesuchskarte zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Zu dritt fuhren wir an diesem Wochenende von Dublin nach Ballycastle in Nordirland, weiter \u00fcber den Giant&#8217;s Causeway und (London)derry nach Donegal zu Malin&#8217;s Head, dem n\u00f6rdlichsten Punkt Irlands, weiter quer durch Donegal zu Slieve Leagne mit seinen 600m hohen Steilklippen am Atlantik und \u00fcber Donegal Town zur\u00fcck nach Dublin.<\/p>\n<p>Alles in allem eine gut 600km lange Reise in zwei Tagen, die sich aber au\u00dferordentlich lohnte. Der Norden und Nordwesten der Insel z\u00e4hlt ohne Zweifel zu den sch\u00f6nsten Flecken Irlands. Einsamste Str\u00e4nde, einmalige Klippen, einzigartige Vulkansteingebilde und abgelegene D\u00f6rfer pr\u00e4gen hier das Bild.<\/p>\n<p>Unser erster Stop am Freitagabend, nach ca. 3 Stunden Autofahrt, war Ballycastle. Nach dem Einzug in unser B&amp;B besuchten wir noch das Pub Mac Donnell&#8217;s. Ein urgem\u00fctliches Pub, mit irischer Musik, vielen Menschen und eindeutig besseren Preisen als in Dublin: Das Guinness kostet rund 2,50 Pfund, bei einem Umrechnungskurs von 1,30 EUR sehr g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Die Nordk\u00fcste ist durch den Causway Costal Drive (oder so \u00e4hnlich) wundersch\u00f6n zu befahren. Die K\u00fcstenstra\u00dfe f\u00fchrt vorbei am Giant&#8217;s Causeway und anderen Sehensw\u00fcrdigkeiten des Nordens. Der Giant&#8217;s Causeway ist eine einmalige Landschaft aus Basalts\u00e4ulen, die aus dem Meer zu kommen scheinen. Es gibt sogar eine kleine Sage rund um einen irischen und schottischen Riesen, welche sich einen kleinen Kampf liefern wollten, welchen der irische Riese aufgrund der Flucht des Schotten allerdings vorzeitig gewann.<\/p>\n<p>Eine weitere Sehensw\u00fcrdigkeit ist Carrick a Rede, ein ehemaliger Platz der Lachsfischer. Von einer H\u00e4ngebr\u00fccke aus, die in ca. 20m H\u00f6he \u00fcber die Klippen auf eine kleine Insel f\u00fchrt, konnten wir bei gutem Wetter sogar die schottische K\u00fcste sehen.<\/p>\n<p>Zu erw\u00e4hnen in dieser Gegend sind vor allem die Buchten mit den unglaublich sch\u00f6nen Str\u00e4nden. Diese Str\u00e4nde mit ihrem glasklaren Wasser z\u00e4hlen sicher zu den allersch\u00f6nsten Europas. Allerdings- und das ist sicher der Grund, weshalb es noch keinen Pauschaltourismus gibt- ist es unglaublich kalt. In einer Wette um ein Guinness bin ich nat\u00fcrlich in die Fluten gesprungen, die ca. 15 Grad haben. Gef\u00fchlt war es so, als m\u00fcsste ich ein kreisrundes Loch in das Eis des Atlantiks schlagen, um endlich schwimmen zu k\u00f6nnen. Kurzum: Ich habe noch nie in k\u00e4lterem Wasser gebadet. Selbst der Wind am Strand war danach angenehm warm, obwohl selbst der mir vor meinem Badegang G\u00e4nsehaut bereitete. Dennoch: Zu empfehlen ist es allemal. Danach ist man unglaublich wach.<\/p>\n<p>Hinter Derry (oder Londonderry, wie es die Briten nennen) geht dann zur n\u00f6rdlichsten Ecke Irlands, nach Malin&#8217;s Head. Eine so einsame Gegend habe ich in Irland noch nicht gesehen. Hier gibt es winzige Stra\u00dfen, D\u00f6rfer, die aus 4 H\u00e4usern bestehen, Berge mit tollem Weitblick und mehr Schafe und K\u00fche als Menschen. In Carndonagh fanden wir ein nettes B&amp;B und sogar eine deutsch sprechende Bedienung im The Persian Bar, in welcher es am Abend noch Livemusik gab.<\/p>\n<p>Spektakul\u00e4r wurde es dann am Sonntag, als wir in den Westen Donegals zu Slieve League fuhren. Hier fallen 600m hohe Klippen steil ins Meer herab. Das Klima hier ist sehr rauh und atlantisch. Der Weg zu den Klippen f\u00fchrt \u00fcber eine 2m breite Stra\u00dfe- links Meer in 300m Tiefe, rechts der Fels. Abenteuerlich. Nach einem kurzen Fu\u00dfmarsch er\u00f6ffnet sich ein toller Panoramablick Richtung Amerika zur einen Seite und Irland auf der anderen. Sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt nach Dublin dauerte sehr lange. Auch, wenn es nur 250km sind: Die Stra\u00dfen sind sehr eng und klein, man braucht viel Geduld. Der Trip lohnt sich aber allemal, n\u00e4chstes Mal werde ich sicherlich l\u00e4nger in Donegal bleiben. <a href=\"http:\/\/picasaweb.google.com\/matthias.c.mueller\/NordirlandUndDonegal\" target=\"_blank\">Bilder bei Picasa.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die unglaubliche Qualit\u00e4t des Hochsommers dieses Jahres habe ich bereits berichtet. 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