Du bist nicht Opfer deines Lebens.

Wenn es nicht nur ein Unwort des Jahres sondern auch eine Unredensart des Jahres gäbe, wäre für mich die Gewinnerin in diesem Jahr klar: “In Zeiten von Corona.” Mir begegnet dieser Ausdruck täglich. Irgendwie wirkt dieser Ausdruck auf mich fast schon entschuldigend dafür, dass wir glauben – vielleicht nur noch weniger als sonst – kaum bis keine Gelegenheit haben, selbst etwas ändern, selbst etwas gestalten zu können. Für mich spiegelt er eine Haltung wider, die ich bereits zu Beginn der Krise beschrieben habe: Ein passives Warten darauf, dass endlich jemand für uns Entscheidungen trifft und unser Handeln anstößt. Dabei haben wir selbst viel mehr mentalen und kreativen Handlungsspielraum, den wir unbedingt nutzen müssen.

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Geh bewusst mit deiner Sprache um

Worte prägen unsere Wahrnehmung. Welche ich benutze, wirkt sich stark auf die Dynamik der Kommunikation, die Emotionen, die Wahrnehmung und Meinungsbildung unseres Gegenübers aus. Insbesondere in der Situation jetzt, in der viele von uns verteilt arbeiten und Kommunikation stark über Videokonferenzen stattfindet, gewinnen Worte – vielleicht muss man sogar sagen leider – eine größere Bedeutung, da Gestik und Mimik nur eingeschränkt wahrgenommen werden können. Implizite Kommunikation ist schwierig und erfordert, dass wir andere Wege finden, Emotionen zu erkennen und unsere Wahrnehmung abzugleichen.

Vielleicht ist die Corona-Krise deshalb eine tolle Gelegenheit, unsere Sprache bewusster zu gestalten. Darauf zu achten, was wir sagen, welche Muster wir verwenden und welche Wirkung sie auf andere haben.

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Selbstcoaching: Honoriere deine Werte

Werte Portfolio

In Coachings stelle ich immer wieder fest, wie selten sich Menschen bewusst Gedanken darüber machen, was ihnen wirklich wichtig ist, wofür sie einstehen und was sie leitet. Dabei ist es für die Arbeit (mit Menschen) und all unsere Beziehungen nicht nur hilfreich sondern essentiell, sein eigenes Wertegerüst zu kennen. Es hilft sehr, regelmäßig zu reflektieren, wo man gerade steht, zu analysieren, ob das eigene Handeln im Einklang mit den eigenen Werten steht und welche Potenziale sich für Verbesserungen ergeben.

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Meetings draußen abhalten

Deichtor Bremen

Es gibt Tage, an denen mein Kalender von morgens bis abends zugekleistert ist mit Terminen. Das sind die Tage, an denen mein Schreibtisch im Büro keinen anderen Zweck hat als Staub zu fangen, während ich mit meinem Notebook unterm Arm von Besprechungsraum zu Besprechungsraum laufe. Wir haben schöne Besprechungsräume in unterschiedlichen Größen und Ausstattungen. Dennoch wurde mir vor rund zwei Jahren die Luft dort zu dick – es engte mich förmlich ein, Gespräche mit Menschen in den immer gleichen gewohnten Räumen zu führen. Mir fehlte die Inspiration, die Bewegung, die Dynamik und das “Ausbrechen” aus den altbekannten vier Wänden.

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Jetzt hör endlich mal zu!

Blubb war ja klar

Die wichtigste Voraussetzung für den Aufbau von wirkungsvollen Beziehungen und somit eine Grundlage für Führung ist: Zuhören. Richtiges Zuhören. Zu oft hören wir zu, um eine Antwort zu geben. Nicht, um zu verstehen. In diesem Artikel beschreibe ich zwei für mich hilfreiche Modelle, die es ermöglichen, Zuhören zu analysieren und zu üben und habe im Anschluss noch ein paar Tipps parat für besseres Zuhören.

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